Immer wieder sonntags…
Gotye, ein Highlight
Am Ende einer jeden Woche wird im frannz kollektiv ausgeatmet. Ob nun zuhause oder auch bei der Arbeit, die Crew schaltet sonntags ein paar Gänge runter. Im besten Falle wird etwas aufgearbeitet, was so anfiel und vor die geistige Linse geholt, was in der kommenden Woche ansteht. Die Tatort-Schicht jeden Sonntag eignet sich da fast genauso gut, wie das heimische Komakissen. Dieser Aggregatzustand soll nun den Rahmen bilden, ein wenig Einblick in die Stimmen und Stimmungen vor, auf und hinter der Bühne des frannz Club zu geben. Jeden Sonntag versuchen wir ein paar Zeilen aus dem Bauch des Mutterschiffes nach draußen zu senden, Transparenz scheint ja ein hohes Gut in dieser heutigen Zeit…
Der Rückblick für’ s Kurzzeitgedächtnis: Das letzte Jahr ging konzerttechnisch mit zwei bemerkenswerten Shows zu Ende, die unterschiedlicher nicht sein können, gleichzeitig aber auch als Klammer des frannz Programm herhalten können. JESSICA vs Gotye. Ich bezweifele, dass diese beiden Band-Namen sonst schon einmal in einem Atem- oder Schriftzug genannt wurden.
Das Reunion- Konzert der Osthelden JESSICA auf unserer Bühne, hat mit Vorsatz das legitime „Jugendklub Erich Franz“- Erbe zelebriert (dazu mehr im vorherigen Artikel “Der Anfang einer Legende”). „Mensch, da war die Bühne doch noch auf der anderen Seite!“, „Der Raum war irgendwie anders, oder?“, „Wo sind die Toiletten hin?“… Sowohl die Künstler beim Soundcheck als auch das Publikum während der Show orientierten sich neu, genossen dabei den Ostalgietsunami. Fazit: Die Show ausverkauft, eine Zusatzshow angesetzt und viele tiefglückliche Gesichter.
Etwas emotionsloser ging es da beim Highlight der „Neuzeit“ zu, Gotye im frannz! Hier herrschte im Vorfeld eine ganz eigene umtriebige Stimmung. Viele Kollegen und entfernte Bekannte meldeten sich mal wieder im Club. Ob denn noch Platz auf der Gästeliste frei sei, die etwas in Smalltalk- Prosa versteckte Nachfrage. Nein, die wenigen Plätze waren schon lange weg, gingen an die guten Freunde, Wochen vor der Show. Selten hat sich das Gefühl vom nächsten großen Ding so aufgedrängt wie im Vorfeld der Show des australisch- belgischen Songwriters. Das Album wurde dabei von dem angenehmen Künstler und seiner Band trotz der vielen verschiedenen Stimmungen und Klangfarben sehr überzeugend live umgesetzt. Das Konzert war allerdings mit einer knappen Stunde Laufzeit viel zu kurz. Absurdität am Rande: da die Plattenfirma mit dem Release nicht hinterher kam, konnte das vorgestellte Album am Merchstand nicht erstanden werden. Ein interessantes Konzept.
Nun ist also wieder Sonntag. Die uns eigene und einende Lethargie des Wochenend- Endes wird heute aber je gestört. Die Actionlesung “Tiere streicheln Menschen“ erhält Einzug in den frannz. Hierfür rappeln wir uns aber gern auf. Nächsten Sonntag gibt s ein paar resümierende Zeilen dazu….
Eine schöne Woche wünscht bis dahin,
der frannz

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